Süßigkeiten und Knabbereien

Eis Junge

Was zählt dazu?

Fast alle Kinder mögen Süßigkeiten und Knabbereien. Die Vorliebe für Süßes, Salziges und Fettiges ist angeboren. Für die (Zahn-) Gesundheit sind sie allerdings nicht gut. Zuckerreich sind nicht nur Schokolade, Weingummi und Riegel. Süße Brotaufstriche, Säfte oder fertiger Fruchtjoghurt enthalten auch viel Zucker. Schneller als gedacht, ist schon mit dem Frühstück eine große Menge Zucker aufgenommen worden. Auch „Kinderlebensmittel“ enthalten häufig viel Zucker und gehören zu den Süßigkeiten.

Zu Snacks und Knabbereien zählen Salzstangen, Cracker, Chips und Dergleichen. Die hoch erhitzte Stärke klebt stark an den Zähnen und kann dadurch ebenfalls Karies verursachen. Zusätzlich enthalten sie meist viel Salz und Fett.

Schokoladeneis Kind

Zuckerreiche Produkte erkennen

Drehen Sie beim nächsten Einkauf das Produkt einmal herum und schauen Sie sich die Zutatenliste an. Die enthaltenen Zutaten sind in absteigender Reihenfolge aufgeführt. Sind dort Worte wie „Zucker“, „Sirup“ oder „Fruchtsaftkonzentrat“ weit vorne aufgeführt, so betrachten Sie das Produkt als Süßigkeit. In der Nährwerttabelle können Sie den Zuckergehalt ganz genau ablesen.

Beispiel: Erdbeerjoghurt

Zutaten: Joghurt mild, Erdbeeren 11%, Zucker, modifizierte Stärke, färbendes Pflanzenkonzentrat (Rote Betesaft), Aroma

Nährwerttabelle: 100 g enthalten durchschnittlich

Energie  389 kJ (92 kcal)
Fett 2,7 g
- davon gesättigte Fettsäuren  1,8 g
Kohlenhydrate 14 g
- davon Zucker  13 g
Eiweiß  3,0 g
Salz 0,10 g

Dieser Erdbeerjoghurt besteht nur zu 11% aus Erdbeeren und es ist zusätzlicher Zucker hinzugefügt worden. Das Pflanzenkonzentrat enthält ebenfalls viel Zucker (auch, wenn „färbend“ davor steht). In der Nährwerttabelle sehen Sie, dass in 100 g Fruchtjoghurt 13 g Zucker enthalten sind. Das ist sowohl der natürliche Zucker aus den Erdbeeren als auch der zugesetzte Zucker. Auf einen ganzen Becher kommen damit 7 Stücke Würfelzucker, aber nur eine einzige kleine Erdbeere.

Zum Vergleich: In einem selbstgemachten Fruchtjoghurt aus 100 g Naturjoghurt und 50 g Erdbeeren sind ca. 6 g Zucker (2 Stücke Würfelzucker).

Flüssiger Zucker 

Limonade, Trinkpäckchen und andere Spaßgetränke enthalten mindestens genauso viel Zucker wie Weingummi und Co. Damit gehören auch sie zu den Süßigkeiten. Der flüssige Zucker kann die Zähne rund herum umspülen. Aus Flaschen mit Saugventilen getrunken, greift er besonders die Schneidezähne an. Zucker in flüssiger Form wird vom Körper besonders gut aufgenommen. Das führt zu einem kurzen, starken Anstieg des Blutzuckerspiegels. Dadurch sind Kinder oft aufgedreht. Es folgt das Einbrechen des Blutzuckerspiegels, was müde macht. Sobald der Körper müde ist, verlangt er wieder nach Zucker. So kann ein Teufelskreis der Zuckerzufuhr entstehen.

Wasser ist immer die beste Getränke-Wahl. Wenn es einmal eine Limonade oder ähnliches sein soll, dann ein kleines Glas zum Essen genießen.

Vorsicht bei Slush-Ice-Getränken 

Die farbenfrohen, eiskalten Getränke sehen ansprechend aus und werden von Kindern gerne geschlürft. Sie enthalten meist den Zusatzstoff Glycerin (E 422). Er sorgt für die typische Konsistenz des Getränks. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt, dass Glycerin für Kinder problematisch sein kann. 

Glycerin ist ein Feuchthaltemittel, Süßungsmittel und Gefrierschutz. In der Medizin wird es zur Senkung des Hirndrucks eingesetzt. Bei Kleinkindern wird die therapeutisch wirksame Dosis bereits mit weniger als 200 ml Slush-Ice-Getränk erreicht oder sogar überschritten. Mögliche Nebenwirkungen können Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Benommenheit sein.   

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte bei Kindern auf Slush-Ice-Getränke verzichten. Neben den unerwünschten Folgen durch das Glycerin, kann das Getränk auch jede Menge Zucker enthalten.

Süßigkeiten im Alltag

Eine Portion „Extras“ am Tag ist in Ordnung. Das sagt auch die Ernährungspyramide des Bundeszentrums für Ernährung. Unser Körper braucht keine Süßigkeiten, aber den meisten Menschen schmecken sie. Daher ist es keine Lösung, ein Verbot auszusprechen. Lieber eine kleine Handvoll bewusst genießen. Das gilt sowohl für Kinder als auch für Erwachsene.